Tiefurter Montagsmusiken

Direkt zum Seiteninhalt
Plakat Weihnachten in Tiefurt
Wenn es draussen kalt und dunkel wird, präsentieren JANNA ihr Programm „MIDWINTER“ mit alten und neuen Liedern, die in Irland, Schottland und England zur Weihnachtszeit gesungen werden. In diesem Jahr kommt die erfolgreiche Band aus Ilmenau mit diesem Programm auch in die St. Christopheruskirche nach Tiefurt! Die winterlich weihnachtlichen Songs sind traditionell und modern instrumentiert - mal winterlich karg aber auch frisch groovig im Americana-Stil oder als Weihnachtsgospel.
Es erklingen abwechslungsreiche Arrangements, in denen die rhythmischen und melancholischen Klänge der irisch-schottischen Folkmusik mit Virtuosität und beeindruckendem Gesang einfühlsam verschmelzen. Tin- & Low-Whistles, Violine, Piano, Waldzither, Gitarren, Mandoline, Drums/Percussion und phantastischer Gesang bilden den Pool dieses vielseitigen Duos!

Foto: Altar Tiefurter Kirche
1774 niedergebrannte Weimarer Schlosskirche mit Pyramidenkanzelaltar
1774 niedergebrannte Weimarer Schlosskirche mit Pyramidenkanzelaltar
Seit vielen Jahren ist die Tiefurter Kirche von Mai bis September Anziehungspunkt für Musikliebhaber. Die hier stattfindenden wöchentlichen „Tiefurter Montagsmusiken” nehmen historisch Bezug auf den „Musenhof” der Herzogin Anna Amalia - einer Glanzzeit für Kultur, Literatur und Musik. Pastor Krause hatte die Konzertreihe 1998 ins Leben gerufen und heute wird sie von der Tiefurter Kirchengemeinde in Zusammenarbeit mit dem WIR e.V. organisiert.

Tiefurt ist ein ganz besonderer Ort. Der wunderbar großzügige Park, den Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach ab 1781 im Bogen des Flüsschens Ilm anlegen ließ, atmet Harmonie und Schönheit. Viele Besucher spüren den "Geist des Ortes", der aus den historisch bedeutsamen Zeiten noch erhalten geblieben zu sein scheint. In dem unauffälligen Schlösschen, welches aus dem Pächterhaus des herzoglichen Kammerguts entstanden ist und zunächst von Prinz Constantin (dem jüngeren Bruder von Herzog Carl August) bewohnt wurde, verbrachte Anna Amalia bis 1806 ihre Sommer. Hier hielt sie ihre berühmte Tafelrunde ab zu der viele Gelehrte und Künstler nach Tiefurt kamen, und gab sogar eine eigne Zeitschrift - das "Tiefurter Journal" - heraus (von dem es seit einigen Jahren hier eine Neuauflage gibt). Im Park wurde Theater gespielt: Legendär ist die Erstaufführung von Goethes Singspiel "Die Fischerin" 1782 mit der Schauspielerin Corona Schröter in der Hauptrolle.

Die Tiefurter Kirche gilt als Kleinod deutscher Kulturgeschichte. Als sie im 18. Jahrhundert umgestaltet wurde, diente die später abgebrannte Schlosskirche „Himmelsburg ” als Vorbild -„Weg zur Himmelsburg” ist über der Tiefurter Kirchenpforte zu lesen. Johann Sebastian Bach musizierte hier als Hoforganist und Konzertmeister des Weimarer Hofes, Franz Liszt hielt hier unzählige Male seine „Orgelconferenzen” ab, bei denen er den Tiefurter Kantor Alexander Wilhelm Gottschalg unterrichtete und mit ihm musizierte.

Besonders sehenswert ist heute der Altar, der von vier Palmstämmen umgrenzt wird. Die Palme symbolisiert unter anderem den neuen lutherischen Verkündigungsauftrag. Möglicherweise verweisen die Palmen aber auch auf die Landesherren, die dem 1677 gegründeten "Palmorden" angehörten.

Anfahrt / Parken / Bus
Hinweis:
Leider haben sowohl die Alte Remise als auch das Café am Schlosspark montags Ruhetag. Das Backstübchen ist in den Sommermonaten jedoch bis 18 Uhr geöffnet.
Genaue Adresse: An der Kirche 1, 99425 Weimar-Tiefurt

Leider stehen in Tiefurt nicht übermäßig viele Parkplätze zur Verfügung, bitte planen Sie daher etwas mehr Zeit für die Anreise ein. Einige finden Sie direkt an der Hauptstraße an der Mühle sowie am Schlosspark-Café. Besser ist der Parkplatz direkt am Tiefurter Park (Beschilderung "Alte Remise" folgen).
Bei  Parkplatzmangel empfiehlt sich das Parken direkt am Ortseingang links an der Kläranlage. Von dort sind es noch ca. 10 Gehminuten bis zur Kirche.

Noch besser ist die Anreise mit dem Rad (Ilmtalradweg) oder mit dem Bus.
Die Linie 3 verkehrt stündlich zwischen Goetheplatz und Tiefurt und braucht nur knapp 10 Minuten.

Hier eine mögliche An- und Abreise:

Ab Goetheplatz/ Weimar: 17.30 --- An Tiefurt/ Schloss: 17.39
Ab Tiefurt/ Schloss: 19.48 --- An Goetheplatz/ Weimar: 19.58
Zurück zum Seiteninhalt