Programm 2017

Christophoruskirche, Montag 18.00 - 18.45 Uhr

Mai

  • 08.05. Wiltrud Fuchs, KMD i.R. | Die Orgel singt
    Choralbearbeitungen (auch Gregorianischer Choral)
  • 15.05. Katharina Müller | Violinkonzert
    Werke von J.S. Bach und Max Reger
  • 22.05. Philharmonischer Chor Weimar | Chorkonzert
    Kompositionen von Schütz, Bach, Gounod, F.M.Bartholdy, Mawby, Leidel u.a.
  • 29.05. Volker Braun, Anne Kiesling | Klassik und Jazz auf Piano, Oboe und Violine
Bild PHILHARMONISCHER CHOR WEIMAR

Juni

MusicaAntica
MusicaAntica
  • 05.06. Daniel und Nina Vogt | Konzert für Orgel und Klarinette
  • 12.06. Tiefurter Chöre | Chorgesang
  • 19.06. Frauenchor Taubach | Chorkonzert
  • 26.06. Ensemble MusicaAntica (Herrmann) | Konzert für Barockcello, Laute und Blockflöte
    Telemann, Schaffrath, Magito und die Kantate E già tre volte mehr

Juli

  • 03.07. Handwerkerchor Weimar | Chorkonzert
  • 10.07. Angelika Campos de Melo | "Des Volkes Lieder zur Lutherzeit"- Gesang zur Gitarre
  • 17.07. Volkschor Kromsdorf | Chorkonzert
  • 24.07. Martin Hess, Anja Kinkel | Cello u. Gitarre
    Werke von Vivaldi, Schubert, Juaquin Nin u.a.
  • 31.07. Franziska König | Die schönsten Meisterwerke für Violine
    Virtuose Werke von J. S. Bach und Eugene Ysaye
Bild, Angelika Campos de Melo
Bild, Franziska König

August

Bild, Jessyca Flemming
  • 07.08. Alexander Voynov | Akkordeon- und Orgelspiel
  • 14.08. Familie Bartuschka: | Lottes Flausen „Lieder und Landschaften“
    mehr
  • 21.08. Jessyca Flemming | Musikalische Perlen für Harfe Solo
    Bach, Saint-Saens, Satie, Hasselmans u.a. mehr
  • 28.08. K. Schroeder, M. und S. Okuda, V. Perchyk, K. Hoffmann | Flöte, Oboe, Horn, Fagott, Klarinette
    Werke von Franz Danzig, Jacques Ibert und Júlio Medaglio

September

  • 04.09. Prof. Wolf-G. Leidel | Orgelvariationen rund um den Tiefurter Park
  • 11.09. Laura Oetzel, Daniel Mattelé | Fantasie - Mit zwei Harfen durch die russische Musik
    Mussorgski, Glinka, Skrjabin u.a.
  • 18.09. Prof. Michael Grube | Violinkonzert
    Geigerische Träumereien (Bach, Rovelli, Paganini u.a.)
Foto: Harfenduo

Die Veranstaltungen finden in Trägerschaft der Kirchgemeinde St. Christophorus Tiefurt mit Unterstützung des WIR e.V. statt.

Um Spenden wird gebeten.

Idee

Seit vielen Jahren ist die Tiefurter Kirche von Mai bis September Anziehungspunkt für Musikliebhaber. Die hier stattfindenden wöchentlichen „Tiefurter Montagsmusiken” gehen historisch auf den „Musenhof” der Herzogin Anna Amalia zurück - einer Glanzzeit für Kultur, Literatur und Musik. Pastor Krause hatte die Konzertreihe vor einigen Jahren ins Leben gerufen und heute wird sie vom Verein „Wir im Ruhestand“ (WIR) in Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde St. Christophorus organisiert.

Die Kirche gilt als Kleinod deutscher Kulturgeschichte. Im 12. Jahrhundert gegründet, war sie seit dem 16. Jahrhundert Patronatskirche der Weimarer Herzöge. Als sie im 18. Jahrhundert umgestaltet wurde, diente die später abgebrannte Schlosskirche „Himmelsburg ” als Vorbild -„Weg zur Himmelsburg” ist über der Tiefurter Kirchenpforte zu lesen. Johann Sebastian Bach musizierte als Hoforganist und Konzertmeister des Weimarer Hofes sehr oft an diesem Ort. Franz Liszt hielt hier unzählige Male seine „Orgelconferenzen” ab, bei denen er den Tiefurter Kantor Alexander Wilhelm Gottschalg unterrichtete und mit ihm musizierte.

Den Rang einer Residenzkirche erhielt der Ort 1776 mit dem Einzug des Prinzen Constantin, dem jüngeren Bruder des Herzogs Carl August, in das für ihn hergerichtete Schlösschen Tiefurt. Fünf Jahre später übernahm dann Herzoginmutter Anna Amalia ihr „holdseliges Tiefurt” als Sommerresidenz.

Besonders sehenswert ist heute der Altar, der von vier Palmstämmen umgrenzt wird. Die Palmen symbolisierten in der Barockzeit einen festen Glauben und nehmen zugleich Bezug auf das Heilige Land.

Die Tiefurter Montagsmusiken sind immer gut besucht, so der künstlerische Leiter Roland Seemann, besonders die Chorkonzerte, von denen jeden Monat eines stattfindet. Zum festen Rhythmus der Musikreihe gehört es auch, die Orgel mit einzubeziehen - auch sie erklingt einmal im Monat. Das musikalische Angebot lebt vom Wechsel zwischen Konstantem und Neuem. „Einige Künstler“, so erzählt Seemann, „sind jedes Jahr dabei.“ wie zum Beispiel der Geiger Michael Grube. Er sei aber auch immer wieder bemüht, jungen Talenten Auftrittsmöglichkeiten in Tiefurt einzuräumen.

Bild, Altar